tipico Bundesliga / Vorschau auf die 28. Runde 2019/20

Aus der Bundesliga-Geschichte: Attraktiver und spannender für alle Beteiligten hätte er wohl nicht verlaufen können - der 36. und letzte Spieltag der 1. Division am Samstag, 20. Juni 1981, der einem wahren Foto-Finish glich. Der SK Sturm Graz war 1980 „Herbstmeister“ gewesen und rechnete sich am letzten Spieltag 1980/81 berechtigte Chancen aus, erstmals in seiner bis dato 72-jährigen Vereinsgeschichte Österreichischer Fußballmeister zu werden. Der Rivale in Graz, der GAK, war im Mai des gleichen Jahres bereits Österreichischer Cupsieger geworden. Die Steiermark wäre demnach DAS Fußball-Bundesland in Österreich gewesen. „Wäre“, denn an der Mur flatterten die Nerven. Am letzten Spieltag empfing Sturm in Liebenau den SK RAPID Wien. Diese legten eine beachtliche Frühjahrssaison hin. Im Herbst noch auf Platz Sieben gelegen, sorgte die Rückhol-Aktion von Hans Krankl aus Barcelona im Jänner 1981 für einen wahren Zuschauer-Boom in Hütteldorf. Krankl erfüllte sämtliche in ihn gesteckten Erwartungen und traf in des Gegners Tor, wie zu seinen besten Tagen. 16 Krankl-Tore in 18 Frühjahrsspielen hievten RAPID nach oben und den Goleador ex aequo mit Alfred Drabits (Wiener Sport Club) und Christian Keglevits (RAPID) hinter Gernot Jurtin (Sturm Graz) an die zweite Stelle der Torjägerliste. Am letzten Spieltag duellierte man sich mit Admira/Wacker um den letzten freien UEFA-Cupplatz. Der FK Austria Wien hingegen, zuvor dreimaliger Bundesliga-Meister in Serie, hatte es nicht mehr in der Hand, aus eigener Kraft erneut Fußballmeister zu werden. Dennoch war man im Lager der Violetten zuversichtlich, empfing man doch „zu Hause“ am Sportclub-Platz den GAK, der mit dem Cupsieg sein Plansoll für die Saison 1980/81 bereits übertroffen hatte. 8.000 Zuschauer am Sportclub-Platz vertrauten auf ihre Violetten. Volksfeststimmung hingegen in Graz. Über 20.000 Zuschauer wollten den SK Sturm zum ersten Meistertitel in der Geschichte peitschen. Doch die Sturm-Truppe war dazu einfach nicht in der Lage. RAPID führte zur Pause mit 1 : 0. Am Sportclub-Platz hingegen tanzte man bereits den violetten Walzer. 5 : 1-Pausenführung für den FAK gegen den GAK. Selbst bei einem etwaigen Unentschieden in Graz wäre man Meister gewesen. Sturm mühte sich in der zweiten Hälfte und rannte an, nach 49 Minuten stand es 1 : 2. Dennoch hätten die Grazer gewinnen müssen, um noch den lange gehegten Titel-Traum auch leben zu können, denn aus Wien hieß es plötzlich 6 : 1 für die Austria. Andererseits war RAPID nicht umsonst die beste Frühjahrsmannschaft 1981. Man blieb aus Hütteldorfer Sicht in Graz mit 4 : 1 erfolgreich und belegte in der Schlussabrechnung noch den dritten Platz. Sturm war „nur“ Vizemeister geworden, denn die Austria spielte ihr Match souverän nach Hause und holte damit den vierten Meistertitel in Serie. Ein Rekord, der 37 Jahre Bestand hatte und erst vom FC Red Bull Salzburg im Jahre 2018 überboten wurde. Die Bundeshauptstadt Wien konnte jubeln, denn mit der Austria stellte man den „alten“ und den „neuen“ Meister und RAPID kam als Drittplatzierter noch in den UEFA-Cup. Austria-Kapitän Robert Sara meinte spontan nach dem Spiel, RAPID für die Schützenhilfe dankbar zu sein. Er wolle nun gleich in die Kirche gehen und für die Rapidler eine Kerze anzünden. Im Bild (Bildmitte) Austrias Primgeiger Felix Gasselich, der gekonnt durch die Reihen der Grazer Rotjacken tänzelt auf dem Werg zum 3 : 0 in der 14. Spielminute. Nr. 3: Mario Mohapp, Harald Gamauf und Klaus Sprik, sowie rechts Hans Sommer (alle GAK). Aus FK Austria Wien gg. GAK, 6 : 1 (Pausenstand 5 : 1) vom 20. Juni 1981.Quelle und Foto: © oepb

Aus der Bundesliga-Geschichte: Attraktiver und spannender für alle Beteiligten hätte er wohl nicht verlaufen können – der 36. und letzte Spieltag der 1. Division am Samstag, 20. Juni 1981, der einem wahren Foto-Finish glich. Der SK Sturm Graz war 1980 „Herbstmeister“ gewesen und rechnete sich am letzten Spieltag 1980/81 berechtigte Chancen aus, erstmals in seiner bis dato 72-jährigen Vereinsgeschichte Österreichischer Fußballmeister zu werden. Der Rivale in Graz, der GAK, war im Mai des gleichen Jahres bereits Österreichischer Cupsieger geworden. Die Steiermark wäre demnach DAS Fußball-Bundesland in Österreich gewesen. „Wäre“, denn an der Mur flatterten die Nerven. Am letzten Spieltag empfing Sturm in Liebenau den SK RAPID Wien. Diese legten eine beachtliche Frühjahrssaison hin. Im Herbst noch auf Platz Sieben gelegen, sorgte die Rückhol-Aktion von Hans Krankl aus Barcelona im Jänner 1981 für einen wahren Zuschauer-Boom in Hütteldorf. Krankl erfüllte sämtliche in ihn gesteckten Erwartungen und traf in des Gegners Tor, wie zu seinen besten Tagen. 16 Krankl-Tore in 18 Frühjahrsspielen hievten RAPID nach oben und den Goleador ex aequo mit Alfred Drabits (Wiener Sport Club) und Christian Keglevits (RAPID) hinter Gernot Jurtin (Sturm Graz) an die zweite Stelle der Torjägerliste. Am letzten Spieltag duellierte man sich mit Admira/Wacker um den letzten freien UEFA-Cupplatz. Der FK Austria Wien hingegen, zuvor dreimaliger Bundesliga-Meister in Serie, hatte es nicht mehr in der Hand, aus eigener Kraft erneut Fußballmeister zu werden. Dennoch war man im Lager der Violetten zuversichtlich, empfing man doch „zu Hause“ am Sportclub-Platz den GAK, der mit dem Cupsieg sein Plansoll für die Saison 1980/81 bereits übertroffen hatte. 8.000 Zuschauer am Sportclub-Platz vertrauten auf ihre Violetten. Volksfeststimmung hingegen in Graz. Über 20.000 Zuschauer wollten den SK Sturm zum ersten Meistertitel in der Geschichte peitschen. Doch die Sturm-Truppe war dazu einfach nicht in der Lage. RAPID führte zur Pause mit 1 : 0. Am Sportclub-Platz hingegen tanzte man bereits den violetten Walzer. 5 : 1-Pausenführung für den FAK gegen den GAK. Selbst bei einem etwaigen Unentschieden in Graz wäre man Meister gewesen. Sturm mühte sich in der zweiten Hälfte und rannte an, nach 49 Minuten stand es 1 : 2. Dennoch hätten die Grazer gewinnen müssen, um noch den lange gehegten Titel-Traum auch leben zu können, denn aus Wien hieß es plötzlich 6 : 1 für die Austria. Andererseits war RAPID nicht umsonst die beste Frühjahrsmannschaft 1981. Man blieb aus Hütteldorfer Sicht in Graz mit 4 : 1 erfolgreich und belegte in der Schlussabrechnung noch den dritten Platz. Sturm war „nur“ Vizemeister geworden, denn die Austria spielte ihr Match souverän nach Hause und holte damit den vierten Meistertitel in Serie. Ein Rekord, der 37 Jahre Bestand hatte und erst vom FC Red Bull Salzburg im Jahre 2018 überboten wurde. Die Bundeshauptstadt Wien konnte jubeln, denn mit der Austria stellte man den „alten“ und den „neuen“ Meister und RAPID kam als Drittplatzierter noch in den UEFA-Cup. Austria-Kapitän Robert Sara meinte spontan nach dem Spiel, RAPID für die Schützenhilfe dankbar zu sein. Er wolle nun gleich in die Kirche gehen und für die Rapidler eine Kerze anzünden. Im Bild (Bildmitte) Austrias Primgeiger Felix Gasselich, der gekonnt durch die Reihen der Grazer Rotjacken tänzelt auf dem Werg zum 3 : 0 in der 14. Spielminute. Nr. 3: Mario Mohapp, Harald Gamauf und Klaus Sprik, sowie rechts Hans Sommer (alle GAK). Aus FK Austria Wien gg. GAK, 6 : 1 (Pausenstand 5 : 1) vom 20. Juni 1981. Quelle und Foto: © oepb

Das Bundesliga Saison-Finale 1980/81 in der 1. Division – just zum gleichen Termin wie die nun aktuell stattfindende Meisterschaftsrunde der Qualifikationsgruppe – fand in der legendären 10er Liga-Epoche statt.

Eine Zeitspanne, die von 1974 bis 1982 andauerte, vom FK Austria Wien mit 5 Meistertiteln beherrscht wurde und in der sich die Österreichische Nationalmannschaft zweimal in Serie (1978 und 1982) für eine Fußball-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte.

Damals verfügte jeder Verein über Aktive, die als „Waschechte“ zu bezeichnen waren und für die Vereinstreue und steter Einsatz für das eigene Team keine Fremdwörter darstellten.

Allesamt waren gemeinsam bestrebt, Erfolg zu haben. Komponenten, die in der heutigen Fußball-Landschaft wahrlich nur mehr sehr selten vorzufinden sind.

Die Spiele Qualifikationsgruppe:

WSG Swarovski Tirol – FK Austria Wien

Samstag, 20.06.2020, 17:00 Uhr, Tivoli Stadion Tirol (live bei Sky)

- Die WSG Swarovski Tirol feierte ihren ersten Sieg in der Tipico Bundesliga in einem Heimspiel gegen den FK Austria Wien. Am 27.7.2019 setzten sich die Tiroler mit 3 : 1 durch.

- Die WSG Swarovski Tirol hat nur eines der 4 Heimspiele in diesem Kalenderjahr verloren (0 : 5 gegen den spusu SKN St. Pölten).

- Der FK Austria Wien ist seit 6 Auswärtsspielen ungeschlagen – so lange wie zuletzt im Frühjahr 2014. Allerding endeten 5 dieser 6 Begegnungen mit Punkteteilungen.

- Der FK Austria Wien holte 3 Siege und 10 Punkte in der Gruppenphase – Höchstwert in der Qualifikationsgruppe.

- Die Spieler der WSG Swarovski Tirol gaben 77 Schüsse in der Gruppenphase ab – Höchstwert in der Qualifikationsgruppe.

SCR Altach – FC Admira/Wacker

Samstag, 20.06.2020, 17:00 Uhr, CASHPOINT Arena (live bei Sky und als ORF1-Livespiel)

- Der FC Flyeralarm Admira ist seit 6 Auswärtsspielen in der Tipico Bundesliga gegen den CASHPOINT SCR Altach ungeschlagen (3 Siege, 3 Remis). Das gab es zuvor nur gegen den SK VÖEST Linz und gegen Schwarz-Weiß Bregenz, sowie aktuell gegen den SKN St. Pölten.

- Der FC Flyeralarm Admira traf in den letzten 11 Ligaduellen gegen den CASHPOINT SCR Altach. Eine derartige Serie mit Torerfolg gegen ein Team gab es zuletzt von 2005 bis 2014 gegen den SK Sturm Graz (18 Duelle).

- Der CASHPOINT SCR Altach ist in der diesjährigen Gruppenphase ungeschlagen – als einziges Team der Qualifikationsgruppe.

- Der FC Flyeralarm Admira führte in den Spielen der Gruppenphase 581 Zweikämpfe – die meisten der Qualifikationsgruppe. 52,8 Prozent haben die Niederösterreicher gewonnen – die höchste Quote.

- Christian Gebauer traf 3-mal in der Tipico Bundesliga gegen den FC Flyeralarm Admira. Gegen kein Team traf er häufiger.

 

SV Mattersburg – SKN St. Pölten

Samstag, 20.06.2020, 17:00 Uhr, Pappelstadion (live bei Sky)

- Der spusu SKN St. Pölten feierte 2 Siege in den 5 Spielen der Gruppenphase. In den 22 Begegnungen des Grunddurchganges gelangen den Niederösterreichern insgesamt 3 Siege.

- Der spusu SKN St. Pölten blieb in den 3 Saisonduellen mit dem SV Mattersburg unbesiegt. Seit dem Aufstieg blieben die Niederösterreicher nie in 4 Ligaduellen einer Saison gegen ein anderes Team ungeschlagen.

- Der SV Mattersburg schlug die meisten Flanken (76) in den 5 Spielen der Qualifikationsgruppe.

- Cory Burke vom spusu SKN St. Pölten erzielte 3 Tore in der Qualifikationsgruppe – die meisten. 7 seiner 8 Schüsse in der Gruppenphase gingen direkt auf das gegnerische Tor – die meisten.

- Markus Kuster steht vor seinem 150. Spiel in der Tipico Bundesliga (inklusive Playoff 2019/20). Gegen den spusu SKN. St. Pölten blieb er 6-mal ohne Gegentor – gegen kein Team häufiger.

Die Spiele / Meistergruppe:

FC Red Bull Salzburg – Wolfsberger AC

Sonntag, 21.06.2020, 17:00 Uhr, Red Bull Arena (live bei Sky)

- Der FC Red Bull Salzburg ist in Heimspielen in der Tipico Bundesliga gegen den RZ Pellets WAC ungeschlagen (11 Siege, 4 Remis). Das gelang den Salzburgern (SV Austria Salzburg) bei so vielen Duellen sonst nur gegen den SK Vorwärts Steyr.

- Der FC Red Bull Salzburg gewann die letzten 6 Heimspiele in der Tipico Bundesliga gegen den RZ Pellets WAC – erstmals.

- Der RZ Pellets WAC holte 7 Auswärtssiege in dieser Saison und stellte damit den eigenen Saisonrekord (2012/13) bereits ein.

- Der RZ Pellets WAC erzielte 26 Auswärtstore in dieser Saison – noch nie mehr in einer Spielzeit (wie 2012/13).

- Der FC Red Bull Salzburg erzielte in der Gruppenphase die meisten Tore, gab die meisten Schüsse ab, kassierte die wenigsten Gegentore und ließ die wenigsten gegnerischen Schüsse zu.

Die Eintrittskarte vom Samstag, 20. Juni 1981 vom Wiener Sportclub-Platz. Aus FK Austria Wien gg. GAK, 6 : 1 (Pausenstand 5 : 1). Sammlung: oepb

Die Eintrittskarte vom Samstag, 20. Juni 1981 vom Wiener Sportclub-Platz. Aus FK Austria Wien gg. GAK, 6 : 1 (Pausenstand 5 : 1). Sammlung: oepb

SK Rapid Wien – TSV Hartberg

Sonntag, 21.06.2020, 17:00 Uhr, Weststadion (live bei Sky und als ORF1-Livespiel)

- Der TSV Prolactal Hartberg ist in Auswärtsspielen in der Tipico Bundesliga gegen den SK Rapid Wien ungeschlagen (1 Sieg, 2 Remis). Das gelang den Hartbergern bei mehr als einem Duell gegen kein anderes Team.

- In jedem der 3 Duelle zwischen dem SK Rapid Wien und dem TSV Prolactal Hartberg in Wien trafen beide Teams jeweils mindestens doppelt.

- Der SK Rapid Wien feierte 4 Siege in Serie – erstmals in der Tipico Bundesliga seit dem Frühjahr 2018 (sogar 5 Siege).

- Der SK Rapid Wien gewann in diesem Kalenderjahr 6 Spiele – als einziges Team der Tipico Bundesliga.

- Rejko Rep vom TSV Prolactal Hartberg gab in der Gruppenphase 20 Schüsse ab – die meisten aller Spieler.

SK Sturm Graz – Linzer ASK

Sonntag, 21.06.2020, 19:30 Uhr, Merkur Arena (live bei Sky)

- Der LASK gewann die letzten 3 Auswärtsspiele in der Tipico Bundesliga gegen den SK Puntigamer Sturm Graz – wie zuvor nur von 1987 bis 1992 (sogar 4 Spiele).

- Der LASK gewann 12 Auswärtsspiele in der Tipico Bundesliga gegen den SK Puntigamer Sturm Graz – Höchstwert für die Linzer.

- Der LASK erzielte im Hinspiel in der Meistergruppe 3 der 4 Tore aus Standardsituationen. Damit halten die Linzer bei 21 Toren nach ruhenden Bällen – Höchstwert.

- Der SK Puntigamer Sturm Graz gewann 52,7 Prozent der Zweikämpfe in der Gruppenphase – Höchstwert in der Meistergruppe.

- Der LASK traf in seinen letzten 23 Auswärtsspielen in der Tipico Bundesliga. Mit einem Tor in Graz stellen die Linzer den Ligarekord vom FC Red Bull Salzburg ein, der von 2012 – 2014 insgesamt 24 Auswärtsspiele in Serie traf.

Quelle: ÖSTERREICHISCHE FUSSBALL-BUNDESLIGA

www.bundesliga.at

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