Unterstützung für Rinderbauern dringend nötig

EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber und Josef Fradler, Obmann der Bäuerlichen Vermarktung Kärntner Fleisch, fordern im Petitionsausschuss des EU-Parlaments gemeinsam die Erhöhung der Importzölle auf Rindfleisch. Blick auf eine heimische Rinder-Weide im Bezirk Melk in Niederösterreich. Foto: © oepb

EU-Abgeordneter Alexander Bernhuber und Josef Fradler, Obmann der Bäuerlichen Vermarktung Kärntner Fleisch, fordern im Petitionsausschuss des EU-Parlaments gemeinsam die Erhöhung der Importzölle auf Rindfleisch. Blick auf eine heimische Rinder-Weide im Bezirk Melk in Niederösterreich. Foto: © oepb

Importzölle auf Rindfleisch müssten umgehend erhöht werden, um die heimische Landwirtschaft angesichts der massiven Marktverwerfungen in der Krise zu unterstützen, fordert Josef Fradler, Obmann der Bäuerlichen Vermarktung Kärntner Fleisch, mittels EU-Petition am 16. Juni 2020 vor dem Petitionsausschuss des Europaparlaments. Dort erhält er dabei Unterstützung vom ÖVP-Europaabgeordneten Alexander Bernhuber. „Jedes Stück Rindfleisch, das aus Übersee in die EU importiert und billig verkauft wird, schadet der europäischen Landwirtschaft!“, sagt Bernhuber und weist darauf hin, dass die Schlachtrinderpreise aufgrund von COVID-19 ohnehin klar unter dem Vorjahresniveau liegen und den niedrigsten Durchschnittswert zwischen 2017 und 2019 aufweisen.

“Die Kommission muss daher die Importzölle anpassen, damit weniger Rindfleisch nach Europa importiert wird und so die Lagerbestände in der EU abgebaut werden können.”, fordert Bernhuber und verweist auf die Schutzklausel der Verordnung über gemeinsame landwirtschaftliche Erzeugnisse, die eine solche Erhöhung zulässt.

Stellvertretend für eine halbe Million Rinderbauern in Europa präsentiert Josef Fradler seine Petition per Videobotschaft: „Die Krise hat die Konsumgewohnheiten massiv geändert. Edelteile konnten aufgrund der geschlossenen Gastronomie nicht abgesetzt werden und der Rindfleischsektor hat dadurch enorme Verluste hinnehmen müssen. Die Schlachtrinderpreise stehen weiterhin unter Druck.”, informiert Fradler die Abgeordneten und Kommissionsvertreter vor dem Petitionsausschuss des Europaparlaments. „Als überzeugter Europäer erwarte ich mir von der EU echte Solidarität.”, bekräftigt Fradler die gemeinsame Forderung an die Europäische Kommission, die Schutzklausel umgehend anzuwenden.

Bernhuber und Fradler betonen, dass die Kommission mit den Beihilfen für private Lagerhaltung und den weiteren Notfallmaßnahmen gut reagiert habe, aber in der Realität mehr Unterstützung erforderlich sei. „Das waren notwendige Schritte, aber insgesamt nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenn man den europäischen Rindfleischsektor wirklich unterstützen will, müssen die Importzölle sofort erhöht werden.”, so Alexander Bernhuber und Josef Fradler unisono abschließend.

Quelle: Bauernbund

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