Welternährungstag / Das täglich Brot in der Tonne

"Brot und Gebäck dazu, dann schmeckst!“ - so ein eindringlicher Werbeslogan in den 1980er Jahren. Bitte sehr - guten Appetit. Foto: © oepb

“Brot und Gebäck dazu, dann schmeckst!“ – so ein eindringlicher Werbeslogan in den 1980er Jahren. Bitte sehr – guten Appetit. Foto: © oepb

Der Welternährungstag ist gleichzeitig der internationale Tag des Brotes. Trotz der Bedeutung von Brot zur Bekämpfung von Hunger landen in Österreich jährlich 210.000 Tonnen (!!!) Brot und Gebäck im Abfall. Um den Wert von Brot aus Österreich zu steigern fordert der Bauernbund eine rasche Umsetzung des AMA-Gütesiegels auf Brot und Backwaren. „Es gibt noch kein Gütesiegel für Brot und Gebäck. Wir wollen den Mehrwert staatlich anerkannter Gütesiegel auch in diesem Bereich nutzen und einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln schaffen. Schließlich produzieren wir unser Brot nicht für die Tonne!“, so Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser.

Ein Drittel der Lebensmittel landet im Mistkübel

Während in Zeiten der Coronakrise weltweit wieder mehr Menschen an Hunger leiden, landet Jahr für Jahr ein Drittel der Lebensmittel im Mistkübel. Am Beispiel von Brot und Gebäck wird das Ausmaß besonders sichtbar: In Österreich werden laut Schätzungen 210.000 Tonnen entlang der Wertschöpfungskette verschwendet, der größte Teil davon (146.000 Tonnen) landen in den Abfalleimern privater Haushalte. „16 Kilogramm Brot und Gebäck verschwenden wir jährlich pro Kopf. Damit schaden wir nicht nur dem Klima, sondern kübeln auch wertvolle Lebensmittel. Unsere Bäuerinnen und Bauern bestellen den Acker aber nicht zum Spaß!“, holt Strasser aus.

Mehr Wertschätzung für Lebensmittel

Oft fehle es an Wertschätzung gegenüber unseren hochqualitativen Lebensmitteln. Mit Schuld daran sei auch die Preispolitik der großen Handelsketten. Die ‚chronische Aktionitis‘ etwa bei Semmeln, die um 15 Cent pro Stück verkauft werden, führt zu einem emotionalen Wertverlust. Georg Strasser: „Diese Rabattschlachten gehen auf Kosten der Bauernfamilien und der Umwelt. Die Produktion von Semmeln benötigt wertvolle Ressourcen wie Boden, Wasser, Energie und nicht zuletzt auch menschliche Arbeitskraft.“ Das Problem: Regionale Lebensmittel kann man als Konsument oft kaum erkennen. „Deshalb braucht es ein staatlich anerkanntes Qualitäts-Siegel, das die Herkunft und die Produktionsstandards klar nachvollziehbar macht.”, so der Bauernbund-Präsident abschließend.

Quelle: Bauernbund

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