
In Kooperation mit der Arbeiterkammer Oberösterreich haben Global 2000 23 der beliebtesten österreichischen Mineral- und Heilwässer auf die Ewigkeits-Chemikalie TFA untersuchen lassen. Der neue Report gibt einen Einblick, wie gut – oder weniger gut – die bekanntesten heimischen Mineralwässer vor Verunreinigung durch menschengemachte Schadstoffe geschützt sind.
Was ist TFA?
TFA ist ein extrem stabiles Zerfallsprodukt von zahlreichen PFAS, insbesondere von PFAS-Pestiziden sowie von fluorierten Gasen (F-Gase) aus der Kältetechnik. Toxikologisch wurde TFA lange Zeit als weitgehend unbedenklich angesehen. Seit 2021 eine Studie schwere Missbildungen an Kaninchen-Föten gezeigt hat, steht TFA im Verdacht, die Fortpflanzung auch beim Menschen zu gefährden.
Was sind PFAS Pestiziede?
PFAS – auch als „Ewigkeits-Chemikalien“ bekannt – stellen eine unsichtbare Bedrohung für unsere Gesundheit und Umwelt dar. Diese extrem langlebigen Stoffe, die in vielen Alltagsprodukten, aber auch in Pestiziden, enthalten sind, reichern sich kontinuierlich an und können nicht zerstört werden. Wie PFAS unbemerkt in unseren Alltag gelangen, welche Gefahren sie bergen und warum dringend strengere Gesetze nötig sind, um unsere Gesundheit und unser Trinkwasser zu schützen, lesen Sie hier.
Die Ergebnisse im Detail
Die 23 untersuchten Mineral- und Heilwässer stammen aus unterschiedlichen Regionen Österreichs:
- 6 aus der Steiermark
- 6 sechs aus Tirol,
- 4 aus dem Burgenland
- 2 aus Oberösterreich
- 2 aus Niederösterreich
- 2 aus Salzburg
- 1 aus Kärnten

Facts aus dem Mineralwasser-Test:
- 9 untersuchte Mineral- und Heilwässer waren frei von TFA
- 2 der belasteten Wässer liegen unter dem EU-Grenzwert für toxikologisch relevante Pestizid-Abbauprodukte (100 Nanogramm pro Liter)
- 12 Produkte liegen über diesem Grenzwert
Bereits letztes Jahr haben wir Leitungswasser aus Österreich auf TFA untersucht. Im Vergleich dazu schneiden die Mineralwässer deutlich besser ab.
„Global 2000 hat achtzehn Mineralwässer und fünf Heilwässer untersuchen lassen. Die gute Nachricht: Neun der Wässer sind frei von der Ewigkeits-Chemikalie TFA. Sie entsprechen damit der gesetzlich geforderten ursprünglichen Reinheit. Die schlechte Nachricht ist, dass mehr als die Hälfte eben mit TFA verunreinigt ist. Das zeigt, wie dringend Maßnahmen zum Schutz unseres Wassers notwendig sind. Pestizide, die TFA freisetzen, müssen rasch vom Markt verschwinden.“

Helmut Burtscher-Schaden, GLOBAL 2000 Umwelt-Chemiker
Welche Quellen sind am meisten betroffen?
Mehr als die Hälfte der getesteten Mineralwässer, darunter auch solche aus Tiefen von über 200 Metern, weisen eineTFA-Belastungauf. Mineralwasser aus einer tiefen Quelle, die noch dazu von einer geologischen Barriere gut geschützt ist, hat in der Regel wenig oder keine TFA-Belastung. Seichte Quellen sind weniger gut geschützt. Dort kann sich mit TFA belastetes Grundwasser leichter mit Mineralwasser vermischen. Intensive Landwirtschaft erhöht zusätzlich die Verunreinigung.
Kann ich weiterhin bedenkenlos Mineralwasser trinken?
Ja, die hier gefundenen Konzentrationen überschreiten keine derzeit bekannten gesundheitlichen Richtwerte oder Grenzwerte von TFA. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir jetzt die notwendigen Maßnahmen zum Schutz unseres Wassers setzen.
Daher fordern wir jetzt das Verbot von PFAS-Pestiziden!
Quelle: Global 2000